Spoontainable meets Moot

Zero Waste! Nach diesem Vorsatz arbeitet auch das Start-Up MOOT aus Berlin. Wieso, weshalb, warum - das erfahrt ihr jetzt!

Unsere Interviewreihe geht in die zweite Runde! Dieses Mal haben wir Michael, den Co-Founder von MOOT, interviewt. Auch bei MOOT dreht sich alles um Nachhaltigkeit, allerdings in einer anderen Branche. Also schnappt euch ein leckeres Eis mit Spoonie und viel Spaß beim Lesen! 

Los geht's!

Luisa-Marie: 

Hallo Michael, willkommen zu unserer kleinen Fragerunde:-) Vielen Dank für Deine Zeit! 

Zunächst würde ich gerne wissen, was genau hinter dem Unternehmen MOOT steckt:

Luisa-Marie: Stelle Dir vor Du bist auf einem Familienfest eingeladen und Deine 12jährige Nichte fragt Dich, was Du eigentlich beruflich machst. Du antwortest:

Michael: Ich arbeite bei dem Upcycling Startup MOOT, das Mode aus aussortierter Bettwäsche produziert. Viele Menschen entsorgen Textilien, die sie nicht mehr benötigen. Wir wandeln diese in neue T-Shirts, Longsleeves und Jacken um.
Persönlich beschäftige ich mich viel mit Zahlen und damit, MOOT bekannter zu machen.

Luisa-Marie: Wie kam es zu eurer Gründung? Und was war für Dich der Hauptgrund ein nachhaltiges Unternehmen zu gründen? 

Michael: MOOT ist aus einer Emotion heraus entstanden. Mein Freund und Co-Gründer Nils hat Modedesign studiert. Als er im Rahmen seines Studiums dann bei einer Textilspende in Berlin zu Besuch war, wurde ihm bewusst, dass viel zu viel Kleidung produziert wird. Die Idee, Mode aus aussortierten Textilspenden und damit Textilmüll zu reduzieren, war geboren. 

Die Bekleidungsindustrie zieht enorme soziale und ökologische Folgen mit sich. Unser Ziel ist es, über die Missstände aufzuklären und die Mode zu revolutionieren. Wir wollen in allen Belangen so nachhaltig wie möglich sein: Unsere Produktionskette gestalten wir zu 100% transparent, alles wird lokal hergestellt, unsere Partner werden fair bezahlt. Damit sind wir das komplette Gegenteil von Fast Fashion. Besonders an Moot ist auch, dass wir viele soziale Partner in unserer Wertschöpfungskette integrieren. Beispielsweise die Deutsche Kleiderstiftung, das Deutsche Rote Kreuz und das Unionshilfswerk Berlin sind unser Kooperationspartner. 

Spaß & Nachhaltigkeit im Job

Luisa-Marie: Was macht dir in deinem Job am meisten Spaß?

Michael: Doing good and doing business at the same time.

Luisa-Marie: Wie versuchst Du Nachhaltigkeit im Alltag zu integrieren und was würdest Du uns dabei raten?

Michael: Ich verzichte auf Fast Fashion. Ich habe meinen Fleischkonsum extrem reduziert. Zudem versuche ich hauptsächlich regional einzukaufen und werfe so gut wie keine Lebensmittel weg. Wir alle sollten darauf achten, so wenig Plastik wie möglich zu verwenden, kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen und bei weiteren Strecken auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Luisa-Marie: Was war bisher der lustigste Moment, den Du mit deinem Team während der Arbeit erlebt hast?

Michael: Bei einem Teambuilding-Event im Park haben wir Musik gehört, allerdings hatte niemand eine Lautsprecherbox dabei. Ich trat einige Schritte zurück und stolperte tatsächlich über eine voll aufgeladene Bluetooth Box. Der Abend war gerettet!

Jedes MOOT-Produkt ein Unikat!

Luisa-Marie: 

Das klingt nach einem super Konzept! Und mit Upcycling kennen wir uns auch sehr gut aus😉 

Aber lass uns nochmal genauer über eure Produkte sprechen:

Luisa-Marie:Was macht eure Produkte – im Vergleich zur Konkurrenz – einzigartig?

Michael: Jedes MOOT-Produkt ist ein Unikat. Selbst wir wissen nicht, welche Stoffe wir von den Textilsortierungen erhalten, wie die Stoffe die Farbe nach dem Färbeprozess annehmen und welche Muster daraus entstehen.

Luisa-Marie: Wo wird eure Kleidung hergestellt?

Michael: Wir lassen ausschließlich in Berlin produzieren. Da uns transparente Lieferwege sehr wichtig sind, können wir genau sagen, wo und wie welches MOOT-Produkt produziert wird.

Luisa-Marie: Inwiefern wirkt ihr mit euren Produkten der Umweltverschmutzung entgegen?

Michael: Wir upcyceln ausrangierte Textilien, anstatt den Abfall von morgen zu erzeugen.
Bereits bei dem Kauf eines MOOT T-Shirts werden 2450 Liter Wasser, 2 Kilogramm CO2 (in der Herstellung) und rund 24.000 Flug- und Schiffsverkehr Kilometer eingespart.

Michael, erzähl doch mal...

Luisa-Marie:

So, jetzt haben wir sehr viel über MOOT und eure nachhaltigen Kleidungsstücke erfahren. Aber wir wollen natürlich auch dich noch besser kennenlernen. Deswegen habe ich folgende Fragen: 

Luisa-Marie: Was ist deine größte Stärke?

Michael: Ich kann mich sehr schnell in unterschiedliche und komplexe Sachverhalte hineindenken.

Luisa-Marie: Wenn Du eine berühmte Persönlichkeit – egal ob lebendig oder verstorben – treffen dürfest, wer wäre es und warum?

Michael: Jakob Berndt – er ist vielleicht nicht einer der bekanntesten Menschen Deutschlands – das sollte er aber meiner Meinung nach sein. Er ist unter anderem Co-Founder von Tomorrow und Co-Founder von LemonAid. Er ist ein absolutes Vorbild in der Green/ Social Startup-Szene.

Luisa-Marie: Für welche drei Dinge in Deinem Leben bist Du am dankbarsten? 

Michael: Meine Familie, eine sorgenfreie Kindheit und die Freiheit, mich selbst verwirklichen zu können.
 

Entweder...oder...?

Film oder Serie? – Film

Obst oder Gemüse? – Obst

Frühling oder Herbst? – Frühling

Luisa-Marie:

Jetzt hast du es schon fast geschafft. Aber um die zwei Spoontainable-Fragen kommst du leider nicht rum;-) 

 

Luisa-Marie: Was ist Deine Lieblingseissorte? 

Michael: Himbeereis
 
Luisa-Marie: Welcher Spoonie gefällt Dir am besten? 
 
Michael: Ich finde den Spoonie choc am besten. 
 

So, das war unser zweites Interview! Vielen Dank lieber Michael für deine Zeit und deine Antworten. Wir sind von eurem nachhaltigen Start-Up auf jeden Fall begeistert und wünschen euch für die Zukunft alles Gute!:-)

Alle Bilder wurden uns von MOOT zur Verfügung gestellt.

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