How to deal with Corona – Startup Insights

Ein Rückblick...

Vor genau einem Jahr launchten wir unser erstes Produkt, den Spoonie choc und setzten so ein Statement in der To-Go Branche. Kein Single-Use Plastik, stattdessen essbare Löffel. Und 2019 verlief grandios. 1 Million Plastiklöffel wurden durch unsere Spoonies ersetzt, wir haben uns durch die Startup Szene gepitcht, unzählige Preise gewonnen und zwei weitere Produkte entwickelt. Mit der Motivation von 2019 im Gepäck, sind wir in das Jahr 2020 gestartet. Wir hatten Großes vor, international durchstarten, das Team vergrößern und die Startup Szene in Heidelberg aufmischen. 

Corona verändert die weltweite Situation

Pünktlich zum Start der Eis-, Event- und Festivalsaison wurden wir aber enttäuscht. Kein gastronomisches Angebot, kein Eisverkauf, keine Festivals oder Messen. Corona trifft nicht nur unser Startup hart, rund 80% der Startups sind von der Krise betroffen. Die Telefone stehen still, Aufträge werden storniert, Händler und Eisdielen sind unsicher, wie die kommenden Wochen verlaufen werden. Corona hat nicht nur Deutschland, sondern die weltweite Wirtschaftssituation verändert.

Besonders für Startups sind Messen und Events der Kern des Jahresumsatzes. Die Veranstaltungen liefern die Möglichkeit, neue Kunden und Interessenten zu gewinnen, auf sich aufmerksam zu machen und sich fester im Markt zu etablieren. Die teuren Standplätze müssen sinnvoll und kreativ genutzt werden, um sich zu positionieren und aufzufallen. Deshalb stellen die Absage der Messen in zweifacher Hinsicht einen finanziellen Schaden dar. Doch die Startup Szene hält zusammen. Mit den ersten Messeabsagen starteten die ersten Gegenbewegungen.

Kukki und Halm organisierten die Miniinternorga für ausgewählte Startups.

Also ein Onlineformat der Hamburger Internorga, die die Leitmesse für Gastronomie in der Lebensmittel-branche ist. In Webinaren des Bundesverbands deutscher Startups wurde sich ausgetauscht, auf Instagram finden Unterstützungsaktionen für Locals und kleine Betriebe statt. Der Zusammenhalt ist da, man unterstützt sich gegenseitig und hofft, dass die Krise bald rum ist und Normalität einkehrt.

Nach drei Wochen Homeoffice und Selbstquarantäne haben die Aussichten auf ein erfolgreiches 2020 ihren Tiefpunkt erreicht. Die Kontaktsperre hält bis Ende April an, wahrscheinlich noch länger. Für Startups und kleine Betriebe heißt es jetzt: Überleben. Zwar können Soforthilfen vom Staat beantragt werden, um die Liquidität zu sichern, allerdings können diese in keiner Weise die Umsatzrückgänge ausgleichen, die wir durch Corona verzeichnen müssen.

Corona wirft uns als Startup zurück

Corona wirft uns als Startup um einige Monate zurück, unsere angestrebte Wachstumsstrategie muss umgeplant werden, Finanzierungen neu durchdacht und der Liquiditätsplan an die aktuelle Situation angepasst werden. Wir versuchen in allen Bereichen Kosten zu sparen: im Marketing, im Vertrieb, bei den Büroaus-gaben. Unsere Teamvergrößerung wird auf unbestimmte Zeit verschoben, unser neues Büro bleibt im Homeoffice ungenutzt und unser Geschäftsmodell wird in dieser Krisensituation auf die Bestandsprobe gestellt.

Die ersten Wochen von Corona waren keine Achterbahnfahrt der Gefühle, sondern eher eine steile Talabfahrt ohne Aussicht auf das Tal.

Aufgeben kennen wir nicht!

Auch wenn die kommenden Wochen mit weiterer Unsicherheit verbunden sind. Wir nicht wissen, wie sich die wirtschaftliche Lage entwickeln wird und was auf uns zukommt, heißt es jetzt: Chancen ergreifen! Auch wenn der Vertrieb ruht, können wir nicht sagen, dass wir besonders wenig zu tun hätten. Nach acht Onlinekonferenzen, drei neuen Slack Channels und 15 neuen Einladungen zu Onlineterminen in Outlook haben wir das Gefühl, noch mehr Termine pro Tag zu haben, da wir nun auch die eigentliche Fahrtzeit, die zwischen Terminen frei bleibt, für einen Austausch nutzen. 

Ist dann doch mal ein freier Slot, hat Corona wohl auch etwas Gutes: Wir können endlich den E-Mail Eingang aufräumen, der Contentplan für das Onlinemarketing vorbereiten, die Salesstrategie neu durchdenken und…

…wir können endlich in Leggins, ungeschminkt und auf der Couch arbeiten. 

2 Kommentare zu „How to deal with Corona – Startup Insights“

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